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Mit Nervenstärke und viel Fleiß an die Spitze gekämpft
Von Philip Häfner
Foto: Reto Klar
Berliner Morgenpost am 22.02.2017, 06:00
Link: http://www.morgenpost.de/sport/article209686047/Mit-Nervenstaerke-und-viel-Fleiss-an-die-Spitze-gekaempft.html


Brian Holtschke gewann am vergangenen Wochenende bei den deutschen Jugend-Meisterschaften zweimal Silber

Morgenpost-Serie über Berliner Champions: Badminton-Spieler Brian Holtschke wurde lange nicht beachtet, jetzt gehört er zu den Besten in Europa.
 

Berlin.  Da sage noch einer, es käme nicht auf die Größe an. Brian Holtschke ist da ganz sicher anderer Meinung. Der 16-Jährige war immer schon ein guter Badmintonspieler, doch vom Bundestrainer wurde er trotz vorderer Platzierungen bei deutschen Jugend-Meisterschaften jahrelang übersehen – weil er zu klein war. Ihm fehlten die athletischen Voraussetzungen. "Brian war ein Spätentwickler", erzählt sein Trainer Kay Witt. Viele andere hätten wahrscheinlich mit dem Leistungssport aufgehört, doch Holtschke nahm die Einschätzung des Bundestrainers als Motivation, noch härter zu trainieren. "Einen so ehrgeizigen und fleißigen Athleten habe ich in 20 Jahren noch nicht erlebt", sagt Witt.

Der Durchbruch kam 2016. Da machte Holtschke auch körperlich noch einmal einen Schuss, inzwischen misst er 1,70 Meter. "Ich habe jetzt eine ganz andere Reichweite", sagt der Spieler der SG Empor Brandenburger Tor (EBT). "Wo ich früher drei Schritte machen musste, brauche ich jetzt nur noch zwei." Das wirkte sich auch positiv auf seine Leistung aus: "Er hat zwei Entwicklungsschritte nach vorn gemacht. Vorher war er erweiterte deutsche Spitze, mittlerweile ist er erweiterte europäische Spitze", sagt Witt.

Im Herbst siegte Holtschke bei zwei Turnieren in der Slowakei und in Kroatien. Bei beiden Veranstaltungen zeigte sich erneut die Nervenstärke des Berliners, der knappe Partien fast immer für sich entscheiden kann. "Das zeigt, wie selbstbewusst er geworden ist", sagt Trainer Witt.

In der Rangliste des europäischen Badmintonverbandes stand er zwischenzeitig auf Platz eins in seiner Altersklasse, sowohl im Einzel als auch im Doppel zusammen mit seinem Vereinskollegen Malte Wagner. Zudem wurde er als damals erst 15-Jähriger für die U19-WM in Bilbao nominiert. Bei den Weltmeisterschaften war für Holtschke dann allerdings gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Lee Zii Jia aus Malaysia schon in der zweiten Runde Endstation.
Der 16-Jährige spielt für EBT noch in der Regionalliga

Berlin spielt im Badminton bundesweit nur noch eine untergeordnete Rolle, seit sich EBT 2014 aus der Bundesliga zurückgezogen hatte. Zuvor hatte der Klub aus Friedrichshain dreimal hintereinander den Titel des Mannschaftsmeisters gewonnen (2011 bis 2013). Im Kader stand unter anderem Juliane Schenk, Deutschlands beste Badmintonspielerin – dreifache Vizeeuropameisterin und Dritte der Weltmeisterschaften 2011.

Mittlerweile spielt der Klub nur noch in der Zweiten Liga und kämpft dort gegen den Abstieg. Die Erfolge von Brian Holtschke kommen da gerade recht, um die Sportart bei den Berlinern wieder in Erinnerung zu rufen. Der Schüler des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin spielt selbst noch nicht im Zweitligateam, er tritt stattdessen in der Regionalliga an. "Vor der Saison war noch nicht absehbar, dass ich mich so entwickeln würde und auch gegen Erwachsene gut mithalten kann", sagt er. In der kommenden Saison dürfte er allerdings ins Aufgebot der Zweiten Liga aufrutschen.

Am vergangenen Wochenende nahm Holtschke an den deutschen Jugend-Meisterschaften in Bad Vilbel teil. Mit zwei zweiten Plätzen im Gepäck, im Einzel und im Doppel, trat er die Heimreise aus Hessen an. Vom 9. bis 12. März gibt es mit dem German Junior in Berlin bereits die nächste Bewährungsprobe, Anfang April findet dann in Mulhouse/Frankreich die U19-EM statt. Bei beiden Events will Holtschke gut abschneiden. Bald muss sich der Junior allerdings entscheiden, ob er künftig im Einzel oder im Doppel antreten will. "Bislang macht er beides sehr gut", sagt Witt. "Aber lange wird er das auf dem Niveau nicht mehr tun können, die Anforderungen sind einfach zu verschieden. Er muss sich schon auf eines festlegen."

 
 
 
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